Yoga in Hartberg: meine Geschichte mit Stress, Unruhe und einer Yogamatte
- yoganicolemail
- 16. Jan. 2025
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 2 Tagen

Ich bin Nicole, Yogalehrerin in Hartberg und Umgebung. Ich unterrichte Hatha Yoga, Yin Yoga, Yoga Nidra und Neuroyoga. Aber bevor ich erkläre, was ich mache, erzähl ich dir lieber, wie ich dort hingekommen bin. Ehrlich, nicht geglättet.
Wie Yoga immer wieder in mein Leben kam
Mein erster Yogakurs war während meiner Schwangerschaft. Ich hatte gehört, Yoga tut in dieser Zeit gut, also hab ich's probiert. Es hat mir gut getan. Nach der Geburt ist die Praxis trotzdem eingeschlafen. Der Alltag mit kleinen Kindern war einfach zu voll für die Matte.
Erst während Corona, in der langen Zeit zuhause, habe ich wieder regelmäßig angefangen. Zuerst ganz allein, ohne Kurs, ohne Plan. Einfach, weil ich irgendwas brauchte, das mich in Bewegung hält und auch runterbringt.
Der Flyer, der alles ins Rollen gebracht hat
In dieser Zeit war ich beruflich mitten in einer Neuorientierung, sehr gestresst, mit schlechtem Schlaf. Dann sah ich einen Flyer für eine 300-Stunden-Yogalehrerausbildung. Ich hab mich angemeldet, aus dem Bauch heraus, vor allem weil ich endlich wieder Zeit für mich wollte. Einen Plan, Yogalehrerin zu werden, hatte ich damals nicht.
In der Ausbildung hat mich meine Lehrerin schon in der ersten Einheit beeindruckt. Ihre Ruhe, ihre Ausstrahlung, das hatte etwas Besonderes. Ab diesem Tag hat sich bei mir etwas in Bewegung gesetzt, das bis heute weitergeht. Weitere Ausbildungen folgten, viele Begegnungen, eine Community, die mich bis heute trägt.
Die Zeit, in der mein Körper laut wurde
Es gab eine Phase, in der ich richtig überlastet war. Zwei Wochen Drehschwindel, ständig Migräne, ich konnte nicht durchschlafen. Ich dachte schon, ich hätte chronische Schlafprobleme. Erst mit einer bewussten Neuausrichtung und einer regelmäßigen Yogapraxis hat sich das gebessert.
Heute kommen solche intensiven Phasen trotzdem wieder. Der Unterschied: ich merke inzwischen früher, was los ist. Ich spüre, warum sich mein Körper mit Migräne oder schlaflosen Nächten meldet, und weiß, wie ich mein Nervensystem über die Praxis wieder beruhigen kann.
Was Yoga heute in meinem Alltag macht
Ich praktiziere fast jeden Tag, nicht immer eine ganze Stunde. Manchmal nur zehn Minuten. An einem Tag mobilisiere ich meinen Körper nach einem langen Schreibtischtag. An einem heißen Tag kühl ich ihn mit bestimmten Atemübungen. An einem unruhigen Abend beruhige ich meinen Kopf, wenn er von einem To-Do zum nächsten springt.
Hatha, Yin, Yoga Nidra und Neuroyoga: vier Werkzeuge, kein Bauchladen
Hatha Yoga ist für mich die Basis, ein ganzheitlicher Ansatz. Ha und Tha, Sonne und Mond, Aktivität und Passivität. Ruhig, aber durchaus herausfordernd. Körperliche Praxis, Atemübungen, Konzentration und Meditation, dazu die Yogaphilosophie, die über den Mattenrand hinaus weiterträgt.
Yin Yoga habe ich bei Markus Henning Giess gelernt, in seinem Teacher Training mit vier Modulen. Es geht stark in Richtung Nervensystem-Regulierung, mit deutlich mehr Hilfsmitteln als in vielen anderen Yin-Stunden. Gurt, Block, Rolle, Bolster, damit der Körper wirklich entspannt in die Haltung kommt. Jeder Knochenbau ist anders, deshalb passt nicht jede Asana für jeden Körper gleich. Das ist mir in dieser Praxis besonders wichtig.
Yoga Nidra ist die geführte Tiefenentspannung. In nur 30 Minuten bin ich so erholt wie nach mehreren Stunden Schlaf. An einem müden Nachmittag ist das meine liebste Auszeit.
Neuroyoga ist meine jüngste Zusatzausbildung. Wir arbeiten mit dem Nervensystem, mit den Sinnesorganen, dem Gleichgewichtsorgan und der Propriozeption, also der Körperwahrnehmung. Das Nervensystem hat großen Einfluss auf Bewegung, Wahrnehmung und Wohlbefinden. In meinen Stunden fließen vor allem Augenübungen und Nervenmobilisierung mit ein.
So laufen meine Stunden ab
Meine Yin-Stunden sind langsam. Die Asanas halte ich drei bis fünf Minuten. Ich erkläre am Anfang, zeige ein paar Varianten, und dann ist Stille.
In meinem Hatha-Yoga-Unterricht üben wir zu Beginn immer Pawan-Mukta-Asanas. Das heißt, wir mobilisieren den Körper und bereiten ihn achtsam auf die Bewegungen vor. Atem- und Konzentrationsübungen sind ebenfalls ein wichtiger Teil. Die Asanas werden aufbauend geübt, immer mit Varianten. Dazu kommen Elemente aus dem Neuroyoga.
Wer Leistung sucht, ist bei mir an der falschen Adresse. Wer seinen Körper wieder spüren will, ist genau richtig.
Für wen ich unterrichte
Meine Teilnehmerinnen sind berufstätige Frauen, oft Mütter, die tagsüber für alle anderen da sind und abends nicht abschalten können. Eine hat mir nach ihrer ersten Yin-Yoga-Einheit erzählt: "Ich habe das erste Mal wieder durchgeschlafen."
Aus dem Hatha-Yoga-Anfängerkurs hör ich oft Ähnliches: bewusstere, zentrierte Atmung in Alltags- und Stresssituationen, ein besseres Körpergefühl direkt nach dem Kurs. Eine andere Teilnehmerin hat es kürzer gesagt: mehr Körpergefühl, bessere Wahrnehmung. Das ist die Art Veränderung, die mich freut: klein, konkret, alltagstauglich.
Ein Satz, den ich oft sage
Zu Beginn jeder Einheit sag ich oft: Bleib mit deiner Aufmerksamkeit, mit deinem Atem ganz bei dir und deiner Körperwahrnehmung. Jeder Körper ist anders, jeder Tag ist anders. Geh nur so weit, wie es für dich heute stimmig ist. Du musst nichts erreichen, nirgends ankommen.
Yoga in Hartberg: Wo du mich findest
Die Zeit, in der ich nur noch planlos und kraftlos funktioniert habe, ist lange vorbei. Geblieben ist der Blick auf meinen eigenen Körper, und die Ruhe, ihn ernst zu nehmen, bevor es wieder so weit kommt. Genau das gebe ich in meinen Stunden weiter.
Ich unterrichte montagabends Hatha Yoga bei Laforma Werinos in Hartberg. Im Sommer die Yoga-Reihe im Schlosspark Hartberg und Garten-Yoga in Grafendorf und Umgebung. Die Termine zu Yoga im Schlosspark findest du in diesem Blogbeitrag.
Willst du erstmal nur reinschnuppern, ohne dich gleich festzulegen? Dann melde dich für meinen Newsletter an. Da schreibe ich jeden ersten Sonntag im Monat über Yoga und alles, was mich auf meinem Yogaweg beschäftigt.
Einatmen. Ausatmen. Bis bald auf der Matte.
Nicole







Kommentare