Warum 99 % der Vorsätze scheitern, und wie du es anders machen kannst
- yoganicolemail
- 16. Jan.
- 6 Min. Lesezeit
Ein Jahresbeginn voller Erwartungen

Das neue Jahr ist erst ein paar Tage alt und schon stecken viele von uns gedanklich in der Zukunft, analysieren berufliche und private To-Dos und Vorhaben. Vorsätze und Wünsche werden schön ausformuliert, um dann aber nur allzu oft wenige Wochen oder Monate später unbemerkt im Alltagstrubel unterzugehen.
Dabei ist der Jänner energetisch oft noch gar nicht die Zeit des Tuns. Die Tage sind kurz, es ist kalt, vieles lädt noch zum Rückzug ein. Vielleicht fehlt noch die Klarheit, vielleicht auch die Inspiration. Der Körper ist noch im Wintermodus, möchte langsamer sein, nach innen gehen, Kraft sammeln.
Doch wer sagt eigentlich, dass wir genau mit Jahresbeginn alles, was wir uns schon immer vorgenommen haben, sofort angehen müssen? Vielleicht geht es vielmehr darum, Vorsätze nachhaltig umsetzen zu dürfen, Schritt für Schritt und im eigenen Rhythmus..
Wie oft hast du deine Vorhaben von einem Jahr aufs andere verschoben, weil sie dir dann schier zu groß oder zu viel erschienen sind oder im Alltag einfach keine Ressourcen dafür frei waren?
Vier Schritte für deinen Herzenswunsch – wie du Vorsätze nachhaltig umsetzen kannst
1. Eine Sache, die dir wirklich am Herzen liegt
Suche dir eine Sache, die dich schon lange beschäftigt. Es ist einfacher und realistischer, ein Ziel zu erreichen, als gleich das ganze Leben umzukrempeln. Wenn du merkst, dass es dir leichtfällt und du Kapazitäten für ein weiteres Ziel hast, kannst du das auch später noch starten. Hier gibt es kein richtig oder falsch. Keine festgelegten Deadlines. Keine Fristen.
Impulsfragen, um dir klarer zu werden:
Was liegt dir wirklich am Herzen?
Was möchtest du aus tiefster Überzeugung in diesem Jahr umsetzen?
Was erfüllt sich für dich, wenn du das Ziel erreichst?
Macht es dich innerlich zufriedener?
Dient es einem höheren Zweck?
2. Dein „Warum“ verstehen
Nur wenn du dein Warum kennst, kannst du die Energie, Motivation und das Durchhaltevermögen aufbringen, um nachhaltig etwas zu verändern.
Aus der modernen Motivations- und Hirnforschung wissen wir: Ein klares, innerlich stimmiges Warum treibt langfristige Veränderung an. Ziele, die wirklich zu dir passen, verfolgst du länger, mit mehr Freude und mit deutlich höherer Chance, sie zu erreichen.
Im Yoga Nidra wird dieser Wunsch, der nicht an der Oberfläche liegt, sondern tief im Herzen verankert ist, Sankalpa genannt. Ein Wunsch wie ein Samen, der in gute Erde gelegt wird und wachsen darf. Er schenkt Ausrichtung, Klarheit und Fokus.
3. Den ersten Schritt machen
Hast du dieses eine Ziel für dich formuliert, ist es wichtig, den ersten Schritt zu gehen. Gedanken, Wünsche oder Rituale können dabei unterstützen. Wirkliche Veränderung entsteht jedoch dann, wenn wir beginnen, sie im Alltag zu leben.
Fang klein an, aber fang an. Bereite dir alles vor, was du brauchst, um nachhaltig zu starten. Vielleicht bedeutet das, dich genauer zu informieren, dir einen Plan zu schreiben, dich in einem Kurs einzuschreiben oder dich mit Familie oder Freundinnen auszutauschen.
Vergleiche dich nicht mit anderen.
Geh deinen Weg.
Bleib dran, auch wenn die erste Motivation nachlässt.
Feiere kleine Erfolge genauso wie große.
4. Routine statt Neujahrs-Motivation
Neue Gewohnheiten brauchen Zeit. Doch wenn sich eine Routine etabliert hat, kannst du auf diese Tools auch in herausfordernden Zeiten automatisch zurückgreifen.
Ein Beispiel aus meiner eigenen Yogapraxis: Anfangs musste ich mich aktiv daran erinnern, morgens zehn Minuten auf die Matte zu gehen. Ich habe mir eine fixe Asana-Reihenfolge ausgesucht, an der ich über Monate drangeblieben bin. Irgendwann wurde aus dem To-Do eine Routine, die ich heute ganz nach meinen Bedürfnissen anpasse, voller Energie oder auch noch müde und im Halbschlaf.
Fixe Abfolgen machen den Einstieg leichter. Und irgendwann willst du nicht mehr darauf verzichten.
Was auf meiner Wunschliste für 2026 steht
Ich schreibe in diesem Jahr keine lange Liste. In meiner Weihnachtsauszeit habe ich gemerkt: 2026 darf sich leichter anfühlen. Weniger verkopfte To-Dos, mehr Bauchgefühl.
Ich habe mir eine bewusste Auszeit genommen und diese war diesmal ganz anders als in den Jahren zuvor. Gemeinsam mit meinem Mann und meinen zwei Söhnen bin ich für zehn Tage auf die kanarischen Inseln geflogen. Fern vom gewohnten Weihnachts- und Neujahrstrubel, mit viel Zeit für uns vier, einer sanften Asana-Praxis am Morgen und vielen neuen Eindrücken. Ganz ehrlich: Es lief nicht alles wie geplant. Erkältungswelle und Sturmtief Francis haben uns begleitet. Dennoch war diese Pause für uns alle wunderbar.
Zwei Wochen offline – und was sich dadurch verändert hat
Meine Social-Media-Beiträge hatte ich vorbereitet und eingeplant. So konnte ich mir zwei Wochen Instagram-Pause ganz ohne Stories gönnen. Was nach außen kaum sichtbar ist: Mein Herzensprojekt Yoga in die Welt zu tragen besteht nicht nur aus Kursen und Fortbildungen. Der organisatorische und digitale Teil nimmt viel mehr Raum ein, als einem oft bewusst ist. In den zwei Wochen ohne Social Media wurde mir klar, wie frei der Kopf wird, wenn man nicht ständig recherchiert, vorbereitet, postet und vergleicht. Kaum öffnet man die App, ist man im Vergleichsmodus. Im Sekundentakt erscheinen Inhalte, die man gar nicht verarbeiten kann. Das erzeugt Druck.
Ich habe mich gefragt: Würde ich all diese Themen bewusst im Fernsehen konsumieren oder in Zeitungen lesen? Meine ehrliche Antwort: nein.
Mein Learning für 2026
Ich möchte weniger online sein und meine Herzensprojekte zielgerichteter umsetzen. Die freie Zeit möchte ich bewusst wahrnehmen, mit der Familie, auf und abseits der Matte, für Asana-Praxis, Philosophie, Selbststudium und Austausch.
Auch Raum für Langeweile darf wieder Platz haben. Sie weckt Kreativität und Klarheit. Studien zeigen, dass sie den Geist befreit und neue Ideen entstehen lässt.
So möchte ich 2026 angehen. Und dich einladen, deinen eigenen Weg zu finden.

Dein Herzenswunsch für 2026
Wenn du merkst, dass in deinem Leben gerade viel los ist und du dir wieder mehr Zeit für dich wünschst, um dich zu spüren, im Körper anzukommen und im Kopf klarer zu werden, freue ich mich, wenn ich dich in einem meiner Yoga-Kurse oder Specials begleiten darf.
Warum Yoga?
Yoga ist eine wunderbare Möglichkeit, um körperlich wie geistig bis ins hohe Alter vital zu bleiben. Die Praxis kann ganzheitlich unterstützen, den Körper kräftigen, den Geist beruhigen und emotionale Balance fördern.
Mein persönliches Warum: Ich möchte möglichst lange körperlich, geistig und emotional gesund bleiben, für meine Familie und für mich selbst. Vieles haben wir nicht in der Hand. Doch wir können bewusst vorsorgen und eine gute Basis schaffen.
Die Wehwehchen, die Menschen mit 60 oder 70 begleiten, beginnen oft schon Jahrzehnte früher. Was sich lange aufbaut, lässt sich später nicht einfach wegzaubern.
Wie ich Yoga unterrichte
Was mir in meinem Unterricht besonders wichtig ist, ist ein achtsamer und klarer Zugang zum Yoga, basierend auf einer fundierten Ausbildung und Praxiserfahrung. Ich unterrichte Hatha Yoga, Yin Yoga und Yoga Nidra mit ruhigen, verständlichen Anleitungen und einem Tempo, das Raum lässt, wirklich anzukommen.
In meinen Stunden gibt es immer Optionen. Jede und jeder übt im eigenen Tempo, so wie es an diesem Tag stimmig ist. Kein Muss, kein Druck. Der individuelle Körperbau spielt dabei eine zentrale Rolle, denn kein Körper ist wie der andere und genau das darf auch in der Praxis sichtbar sein.
Yoga darf sich entwickeln. Ohne Krampf, ohne Leistungsdenken, ohne Vergleich. Es entsteht ein Raum, in dem du wachsen kannst, in deinem eigenen Rhythmus, mit dem, was gerade da ist. Ein Raum, um den Körper bewusster zu spüren, zur Ruhe zu kommen und dem Kopf Schritt für Schritt mehr Klarheit zu schenken.
Wie Yoga konkret unterstützen kann
Hatha Yoga • Eine ausgewogene Praxis, die den Körper kräftigt, die Beweglichkeit fördert und Ruhe in den Geist bringt.
Yin Yoga • Eine ruhige Praxis, die hilft, Stress loszulassen, tief zu entspannen und neue Energie zu tanken.
Yoga Nidra • Eine geführte Tiefenentspannung, die in 30 Minuten so erholen kann wie mehrere Stunden Schlaf.
Eine ganzheitliche Yoga-Routine unterstützt starke Muskeln, eine gesunde Wirbelsäule, bewegliche Gelenke, einen ruhigen Geist und ein stabiles Nervensystem.
Mein Yoga-Angebot im Jänner & Februar 2026
Die aktuellen Kurse und Specials finden in Hartberg und Penzendorf statt.
Hatha Yoga Soft – Anfängerkurs in Hartberg (8 Einheiten)
Montags, ab 12. Jänner 2026, 17:15 – 18:15 Uhr (Einstieg möglich)
Hatha Yoga – ganzheitlich, kräftigend & ausgleichend in Hartberg
(fortlaufender Kurs für bewegungsfreudige Einsteiger und Geübte; Einstieg jederzeit möglich)
Montags, 18:30 – 19:45 Uhr
Yin Yoga & Yoga Nidra – Entspannung & Regeneration in Penzendorf
(für Anfänger geeignet)
Freitag, 30. Jänner, 18:00 - 20:00 Uhr
Yin Yoga – Ruhe und tiefe Entspannung in Penzendorf (für Anfänger geeignet)
Freitags, ab 27. Februar, 18:00 – 19:15 Uhr
Wenn du dir unsicher bist, welcher Kurs zu dir passt, melde dich gerne bei mir. Individuell können auch 1:1 Termine vereinbart werden.
✉️ Lust auf mehr Impulse & Inspiration?
Einatmen. Ausatmen. Bis bald auf der Matte.
Nicole
Quellen:
Fink, A., et al. (2014). Openness to experience, creative achievement, and emotional creativity. Psychology of Aesthetics, Creativity, and the Arts, 8(3), 310–317.
Wang, X. (2021). Goal self-concordance model: What have we learned and where should we go in the future? International Journal of Mental Health Promotion, 23(2), 161–175.
Cao, L., et al. (2024). Establishing self-concordant goals: A longitudinal study... Frontiers in Psychology, 15, 1382345.
Ratner, K., et al. (2024). Purpose and goal pursuit as a self-sustaining system. The Journal of Positive Psychology.







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